Lourdespilgerverein Berner Oberland

Es gibt nichts Gutes- ausser man tut es!

Gstaad, 14. April 2020
Liebe Pfarreiangehörige Das Osterfest 2020 wird uns allen auf jeden Fall in Erinnerung bleiben.
Wir stehen nun in der Osteroktav und die nächsten 50 Tage (bis Pfingsten) begleitet uns die österliche Botschaft intensiv.
Weltweit haben wir miteinander Ostern – zwar auf nie dagewesene Art und Weise – gefeiert. Wir haben den Sieg Christi über das Böse, das Übel und den Tod gefeiert.
Und trotzdem ist das Virus samt Ansteckungsgefahr nicht einfach aus der Welt. Das, was wir vor Ostern täglich erlebt haben (Social Distancing, Krankheit und Tod), ist nicht einfach weg. Auch und besonders jetzt gelten die Massnahmen des Bundes (Händehygiene, notwendiges Distanzhalten und nach Möglichkeit Daheimbleiben) zu unserer Sicherheit.
Aber mit dem Osterfest hat unsere Seele ganz etwas ENTSCHEIDENDES NEU AUFTANKEN können: FRIEDEN, HOFFNUNG UND MUT!
Denn,so wie es nach dem Karfreitag den Ostermorgen gab, so wird es auch - und darauf dürfen wir alle hoffen: mit und nach dem Coronavirus - eine Auferstehung zum Leben geben.
Die Worte des Auferstandenen an seine Jüngerschar, sind auch uns heute 2000 Jahre später tröstlich und ermutigend zugleich: „Fürchte(t) dich/Euch nicht!“ Und „Friede sei mit Euch!“. Ja, wir sollen uns nicht fürchten, aber eben vorsichtig und verantwortungsbewusst mit friederfüllten Herzen durch diese Zeit gehen in der österlichen Hoffnung gestärkt, dass der Auferstandene bei uns ist – und auch in dieser Krise – nur eines will: unser Heil.
Um uns herum und in der ganzen Welt erblühen Werte – bedingt durch die Corona-Pandemie - die uns Christen ins Herz geschrieben sind: es ist so schön zu sehen wie viel Gemeinschaft, Hilfsbereitschaft und Solidarität gelebt wird. Schenken auch wir einander im Familien-, Bekannten- und Freundeskreis und in der Pfarreigemeinschaft in dieser Zeit – ohne öffentliche Gottesdienste und Distanzverordnung - kleine Osterwunder, indem wir im Herzen näherrücken: einander anrufen, einen Brief oder eine Mail schreiben und füreinander beten… In diesem Sinne grüsse ich Sie und wünsche von Herzen eine gesegnete Osterzeit! Ihr Pfarrer

Gstaad, 8. April 2020
Liebe Pfarreiangehörige
„Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden! Alleluja!“,
so lautet die Oster-botschaft!

 Auch dieses Jahr ertönt – zwar wegen der Coronakrise unter nie dagewesenen Umständen – diese Botschaft auf dem ganzen Erdkreis!
Als Ostergruss sende ich Ihnen zu diesem Osterfest Worte von Karoline Hock. Ich habe diesen Text auf der Homepage der Redaktion „Andere Zeiten“ gefunden: https://www.anderezeiten.de/aktuell/ zu finden dann bei: Unser Blog für andere Zeiten.
Sie lehnt sich dabei an Iris Macke‘s Werk „Perspektivwechsel“ an. Dort schreibt Iris Macke in der Zeitschrift „Der Andere Advent 2017/18“ - wie die Zeitschrift schon vermuten lässt: über den Advent. Karoline Hock ändert nun die Perspektive, indem sie „Advent“ durch das Wort „Frühling“ ersetzt. Ich wiederum habe nun ebenfalls einen Perspektivwechsel vorgenommen, indem ich den Fokus - im Frühling - aufs Osterfest lenke.
 Ostern heisst Aufbruch
Nein, die Wahrheit ist
Dass dieses Osterfest nur beunruhigend und verunsichernd ist
Ich glaube nicht Dass ich in diesen Wochen zur Ruhe kommen kann
Dass ich den Weg nach Innen finde
Dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt
Es ist doch so
Dass das Virus rast
Ich weigere mich zu glauben
 Dass etwas Grösseres in meine Welt hineinscheint
 Es ist doch ganz klar
Dass Vertrauen fehlt
Ich kann unmöglich glauben
Nichts wird sich verändern
 Es wäre gelogen, würde ich sagen Miteinander schaffen wir das.
Und nun lesen Sie bitte den Text von unten nach obenösterlich eben!
  
Ich wünsche uns allen – trotz Corona oder gerade in dieser Krise diesen Perspektivwechsel oder christlich formuliert: ein tiefes Osterlebnis.
 Denn Ostern erinnert, dass es nach dem Karfreitag ein «danach» gibt! Unser «danach» gipfelt mit Blick auf die Zukunft in die Kraft, Hoffnung und Zuversicht schenkende Überzeugung:
 »Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden! Alleluja!»
Frohe und gesegnete Ostern wünscht Ihnen allen Ihr Pfarrer Alexander Pasalidi

Gstaad, 1. April 2020 

Die Heilige Woche – von Palmsonntag bis Ostern – zu Hause feiern

Wir stehen an der Schwelle zur Heiligen Woche. Eines ist – auch inmitten der Coronakrise – sicher: wir werden das Fest aller Feste feiern: Ostern! 


Viele Stationen der Karwoche Jesu erleben und erleiden wir jetzt hier und weltweit auf unglaublich herausfordernde Art und Weise: Leid, Schmerz, Tod und Auferstehung – sprich: inmitten der Hoffnungslosigkeit Hoffnung!


In diesen Wochen leben wir mit ganz vielen auferlegten Einschränkungen und verbringen viel Zeit zu Hause allein oder mit der Familie.

 Als Glaubensgemeinschaft vermissen wir die verschiedenen Gemeinschaftsfeiern: Andachten, Rosenkranzgebet, die Wortgottesfeier mit und ohne Kommunion bzw. die Heilige Messe.


Wie schon im letzten Brief vom 24. März erwähnt, bietet uns das nun aber auch Chancen: ganz vieles NEUZUENTDECKEN! 


Denken wir zurück an die Anfänge des Christentums. Da gab es noch keine Kirchen. Die Menschen lebten den Glauben daheim in ihren Häusern bzw. Wohnungen. Man spricht von den sogenannten «Hauskirchen».


Im Hinblick auf die Karwoche und die Feier der Heiligen Tage lade ich Sie ein, die eigene Hauskirche wiederzu entdecken! Klar, es braucht dazu etwas Überwindung, daheim den Tisch bzw. einen Gebetsecke hierfür zu gestalten und sich dann allein oder mit der Familie zum persönlichen bzw. gemeinschaftlichen Gebet zu treffen. 


Aber genau dazu möchte ich Sie nun ermutigen: Haben Sie den Mut in der nächsten Woche, sich bewusst je ca. 15 Minuten daheim Zeit zu nehmen, um die Stationen von Palmsonntag bis Ostern auch liturgisch feiernd zum Ausdruck zu bringen. Für die Gestaltung der Feier ist entweder jemand ganz verantwortlich oder man teilt sich die verschiedenen Aufgaben.

 

Hiermit sende ich Ihnen Impulse für so kurze Hausfeiern für den je bestimmten Tag (habe mich dabei an verschiedene Vorlagen orientiert: Austauschplattform Coronavirus Bistum Basel: «Liturgieheft Palmsonntag bis Ostern», Vorschläge aus Österreich und aktuelles Magnificat).


So können wir, obwohl nicht zusammen in der Kirche, auf diese Weise daheim und doch miteinander verbunden, die Geheimnisse der kommenden Woche und besonders das Hochfest von Ostern gemeinsam feiern. 


Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Karwoche und dann von ganzem Herzen frohe Ostern! Ihr Pfarrer Alexander Pasalidi


 PS: Meine Bitte an Sie: machen Sie dieses Angebot auch Freunden und Bekannten bekannt: Kopieren Sie bitte diese Vorlagen. Legen Sie diese ihnen allenfalls in den Briefkasten oder senden Sie es ihnen per Post zu. DANKE! 


Palmsonntag: Feier des Einzugs Christi in Jerusalem

Kreuzzeichen: + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. 

Anfangsgebet: 

Liebender Gott. Gemeinsam mit Dir sind wir jetzt hier und gedenken, wie Dein Sohn Jesus damals in die Stadt Jerusalem einzog, während die Leute ihm zugejubelt haben. Wir bitten Dich: Öffne auch unsere Herzen am Beginn dieser Karwoche für seinen Einzug, damit wir uns mit ihm und allen Menschen auf den Weg zum Kreuz und zur Auferstehung machen. Darum bitten wir Dich, Herr, unser Gott. Amen.

 

Das Lied (KG 414 zur Melodie von "Lobe den Herren") 


Seht, er kommt, seht unsern Herrn nach Jerusalem reiten. 

Himmel und Erde zur heiligen Stadt ihn begleiten. 

Lobt ihn und preist Christus im Heiligen Geist.

 Kommt mit, erfüllt sind die Zeiten. 


Lasst ihn nicht stehn, unsern Gott, vor verschlossenen Toren. 

Er ist das Leben, wir sind nicht mehr tot und verloren. 

Singt und lobpreist Christus im Heiligen Geist. 

Aus ihm sind wir neu geboren. 


Lesung aus dem Matthäusevangelium (Mt 21,1-11): Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger voraus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los, und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen. Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers. Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe! Als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Aufregung, und man fragte: Wer ist das? Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.


 Lied KG 414: Seht, er kommt (3 u. 4. Strophe)


 Folget ihm nach in sein Reich, wir sein Volk, wir die Seinen. 

Singen wir nicht unserm König, dann singt's aus den Steinen. 

Singt ihm Lobpreis, 

Christus im Heiligen Geist, 


dass Erd und Himmel sich einen. 

Seht, sie kommt, seht, sie ist da, seine Stadt aus den Höhen. 

Da, wo er lebt und geht, da muss die Kirche erstehen.

Sie ist der Ort, 

wo uns sein Werk und sein Wort 

zur Auferstehung geschehen. 


Fürbitten: 

Gott, voller Vertrauen bitten wir Dich: 

o Für unsere Welt: Dass Du in der momentanen Krise und Pandemie Deine schützende Hand über uns alle ausbreitest. Herr, erhöre uns. 

o Für alle Christen: Dass Du in diesen Tagen, in denen sie nicht wie gewohnt die Karund Ostertage feiern können, ihnen im Geist umso näher bist. – Herr… 

o Für das Heilige Land: stärke dort und überall auf der Welt diejenigen Kräfte, die Frieden und Versöhnung suchen. – Herr… 

o Für unsere Verstorbenen: schenke ihnen deine erlösende Liebe. – Herr…

o Hier kann man noch weitere, persönliche Bitten formulieren. 

Wir wissen, Gott, dass Du uns erhörst und danken Dir für Deinen Beistand und Dein Erbarmen. Amen. 

Vater unser im Himmel… 

Schlussgebet und Gottes Segen: Allmächtiger Gott. Wir sind nun gemeinsam in die Karwoche gestartet und wir gehen gemeinsam mit Deinem Sohn zum Kreuz hin. Wir bitten Dich: Sende uns heute und alle Tage unseres Leben Deinen Schutz und Deinen Segen + im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. 


Feier zum Letzten Abendmahl 

Kreuzzeichen: + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. 

Anfangsgebet: 

Ewiger Vater. Dein Sohn sass heute mit seinen Jüngern zusammen und hat das letzte Abendmahl gefeiert, bevor er im Garten Getsemani verhaftet wurde und den Kreuzweg begann. Sieh auf uns, die wir mit ihm und untereinander im Gedenken an dieses letzte Abendmahl verbunden sind. Schenke auch uns auf dem Weg zum Kreuz alle Hoffnung, allen Glauben und alle Liebe, die Dein Sohn den Menschen versprochen hat. Darum bitten wir Dich, Herr, unser Gott. Amen. 

Lied: KG 138 Beim letzten Abendmahle 

Beim letzten Abendmahle, 

die Nacht vor seinem Tod, 

nahm Jesus in dem Saale 

Gott dankend Wein und Brot. 

„Nehmt“, sprach er, „trinket, esset: 

Das ist mein Fleisch, mein Blut, 

damit ihr nie vergesset,

was meine Liebe tut.“ 


Lesung aus dem Matthäusevangelium (Mt 26,20-29): 

Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch. Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern. Da waren sie sehr betroffen und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr? Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat, wird mich verraten. Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre. Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.

Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich mit euch von neuem davon trinke im Reich meines Vaters. 


Lied-Wiederholung: KG 138: Beim letzten Abendmahle


Fürbitten: Herr und Meister, Du gibst Dich selbst für uns dahin. Erhöre unsere Bitten: 

o Gib allen Menschen weltweit, was sie nun in der Krise zum Leben brauchen. – Wir bitten Dich, erhöre uns. 

o Für die vielen Menschen, die an Hunger und anderen Nöten leiden. o Wir denken an alle, die wegen Krieg oder anderen Katastrophen alles verloren haben. – Wir… 

o Wir beten für unsere Verstorbenen, denen Du einen Platz an Deinem himmlischen Gastmahl versprochen hast. – Wir… 

o Hier kann man noch weitere persönliche Bitten formulieren. Wir wissen, Gott, dass Du uns erhörst und danken Dir für Deinen Beistand und Dein Erbarmen. Amen. 


Vater unser im Himmel… 


Schlussgebet und Gottes Segen: 

Guter Gott. Dein Sohn hat uns sich selber geschenkt und uns dadurch gestärkt mit ihm auch das Kreuz zu empfangen. Wir bitten Dich: Sende uns heute und alle Tage unseres Leben Deinen Schutz und Deinen Segen + im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. 

Feier vom Leiden und Sterben Christi 
Am Karfreitag entfällt das Kreuzzeichen, um so auf die Besonderheit dieses Tages hinzuweisen.
Man beginnt direkt mit dem Anfangsgebet: 
Herr, Du nimmst das Kreuz auf Dich aus Liebe zu uns allen. Wir tragen in unseren eigenen Ängsten, Sorgen und Nöten dieses Kreuz mit Dir. Herr, lass es nicht zu schwer sein. Amen. 

Lied KG 389 O Haupt voll Blut und Wunden
 O Haupt voll Blut und Wunden, 
voll Schmerz und voller Hohn,
 o Haupt, zum Spott gebunden 
mit einer Dornenkron, o Haupt,
 sonst schön gezieret mit höchster Ehr und Zier,
 jetzt aber frech verhöhnet: 
gegrüßet seist du mir! 

Was du, Herr, hast erduldet,
 ist alles meine Last; 
ich hab es selbst verschuldet, 
was du getragen hast. 
Schau her, hier steh ich Armer, 
der Zorn verdienet hat. 
Gib mir, o mein Erbarmer, 
den Anblick deiner Gnad. 

Passion nach Johannes (Joh 19,16b-30) lesen oder CD Johannes-Passion von J.S. Bach (BWV 245) Sie übernahmen Jesus. Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelhöhe, die auf Hebräisch Golgota heißt. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte Jesus. Pilatus ließ auch ein Schild anfertigen und oben am Kreuz befestigen; die Inschrift lautete: Jesus von Nazaret, der König der Juden. Dieses Schild lasen viele Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag. Die Inschrift war hebräisch, lateinisch und griechisch abgefasst. Die Hohenpriester der Juden sagten zu Pilatus: Schreib nicht: Der König der Juden, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der König der Juden. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben. Nachdem die Soldaten Jesus ans Kreuz geschlagen hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen. Sie nahmen auch sein Untergewand, das von oben her ganz durchgewebt und ohne Naht war. Sie sagten zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte sich das Schriftwort erfüllen: Sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies führten die Soldaten aus. Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, dener liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Danach, als Jesus wusste, dass nun alles vollbracht war, sagte er, damit sich die Schrifterfüllte: Mich dürstet. Ein Gefäß mit Essig stand da. Sie steckten einen Schwamm mit Essig auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund. Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf. 
Strophe 3+4 O Haupt voll Blut und Wunden
 Ich danke dir von Herzen, 
o Jesu, liebster Freund, 
für deines Todes Schmerzen, 
da du´s so gut gemeint. 
Ach gib, dass ich mich halte 
zu dir und deiner Treu 
und, wenn ich einst erkalte,
 in dir mein Ende sei. 

Wenn ich einmal soll scheiden,
 so scheide nicht von mir, 
wenn ich den Tod soll leiden,
 so tritt du dann herfür; 
wenn mir am allerbängsten 
wird um das Herze sein, 
so reiß mich aus den Ängsten 
kraft deiner Angst und Pein.
 Kreuzverehrung: Wer möchte, kann das Kreuz in einem Moment der in Stille verehren. 
Die grossen Karfreitagsfürbitten: 
Wir bitten Dich, Herr, an diesem Tag ganz besonders: 
o Für die Kirche – Herr, erbarme Dich. 
o Für den Papst Franziskus– Herr… 
o Für unseren Bischof Felix und für alle Mitarbeitende der Kirche – Herr…
o Für alle, die sich auf die Taufe vorbereiten – Herr… 
o Für die Einheit der Christen – Herr… 
Für die jüdischen Schwestern und Brüder – Herr… 
o Für alle, die nicht an Christus glauben – Herr… 
o Für alle, die nicht an Gott glauben – Herr… 
o Für die Regierenden – Herr… 
o Für jene Menschen, die in diesen Wochen schwer erkrankt sind; für alle, die in Angst leben und füreinander Sorge tragen; für alle, die sich in Medizin und in Pflege um kranke Menschen kümmern; für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen, und für alle, die Entscheidungen treffen müssen und im Einsatz sind für die Gesellschaft, aber auch für die vielen, die der Tod aus dem Leben gerissen hat. – Herr… 
Vater unser im Himmel… − 
Schlussgebet und Gottes Segen: 
Herr, unser Gott, reicher Segen komme herab auf dein Volk, das den Tod deines Sohnes gefeiert hat und die Auferstehung erwartet. Schenke uns Verzeihung und Trost, Wachstum im Glauben und die ewige Erlösung durch Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen. 

Feier der Osternacht 
Für die Feier der Osternacht empfiehlt sich, eine neue Kerze zu nehmen, nach Möglichkeit die Heimosterkerze der Pfarrei. Die Kerze brennt zu Beginn der Feier noch nicht. 
Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. 

Entzündung der Kerze (Exsultet): 
Allmächtiger, ewiger Gott, du hast durch Christus allen, die an dich glauben, das Licht deiner Herrlichkeit geschenkt. Segne diese (neue) Kerze, die die Nacht erhellt, und entflamme in uns die Sehnsucht nach dir, dem unvergänglichen Licht. 

Die Kerze entzünden und beten: 
Frohlocket, ihr Chöre der Engel, frohlocket, ihr himmlischen Scharen, lasst die Posaune erschallen, preist den Sieger, Christus, den erhabenen König! Lobsinge, du Erde, überstrahlt vom Glanz aus der Höhe! Licht des großen Königs umleuchtet dich. Siehe, geschwunden ist allerorten das Dunkel. In dieser gesegneten Nacht, heiliger Vater, nimm an das Abendopfer unseres Lobes, nimm diese Kerze entgegen als unsere festliche Gabe! O wahrhaft selige Nacht, die Himmel und Erde versöhnt, die Gott und Menschen verbindet! Die Kerze leuchte, bis der Morgenstern erscheint, jener wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht: dein Sohn, unser Herr Jesus Christus, der von den Toten erstand, der den Menschen erstrahlt im österlichen Licht; der mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen. Halleluja. 

KG 446: Christus ist erstanden, Halleluja – er hat den Tod bezwungen Alleluja (3x) 

Lesung aus dem Lukasevangelium (Lk 24,1–12):
Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. Und es geschah: Während sie darüber ratlos waren, siehe, da traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen. Da erinnerten sie sich an seine Worte. Und sie kehrten vom Grab zurück und berichteten das alles den Elf und allen Übrigen. Es waren Maria von Mágdala, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus, und die übrigen Frauen mit ihnen. Sie erzählten es den Aposteln. Doch die Apostel hielten diese Reden für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden. Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war.

 KG 446: Christus ist erstanden, Halleluja – er hat den Tod bezwungen Alleluja (3x)

 Fürbitten: 
Zu Dir, Herr, unserem Erlöser, beten wir voller Vertrauen: 
o Wir bitten für unsere Welt: Schenke ihr in jeder Dunkelheit immer wieder von Neuem Dein Licht. – Herr, erhöre uns. 
o Wir bitten für alle Christen: Schenke allen die österliche Freude. – Herr... 
o Wir bitten für alle Notleidenden: Schenke ihnen die Hoffnung, dass das Leid nicht das letzte Wort behält. – Herr… 
o Wir bitten für uns selber: Schenke uns durch die Auferstehung das tiefe Vertrauen in Deine Liebe zu uns. – Herr… 
o Wir bitten für die Verstorbenen: Schenke ihnen das ewige Leben. – Herr… 
o Hier kann man noch weitere persönliche Bitten formulieren. 
Gott, Du schenkst uns allen Glauben, alle Hoffnung, alle Liebe. Wir danken Dir und preisen Dich heute und in Ewigkeit. Amen. 

Vater unser im Himmel… 

Lied KG 455: Das ist der Tag

 Das ist der Tag, den Gott gemacht, 
Der Freud in alle Welt gebracht. 
Es freu sich, was sich freuen kann, 
Denn Wunder hat der Herr getan. 
Verklärt ist alles Leid der Welt, 
Des Todes Dunkel ist erhellt.
 Der Herr erstand in Gottes Macht,
 Hat neues Leben uns gebracht. 

Schlussgebet und Gottes Segen: 
Liebender Vater. Dein Sohn ist vom Tod auferstanden und hat uns alle erlöst. Seine Auferstehung schenkt uns die Gewissheit, dass der Tod keine Macht mehr über uns hat, sondern das Leben gewinnt. Lass uns die österliche Freude in unserem Herzen spüren und segne uns 
+ im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Halleluja. 

Ostersonntag Feier der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus Kreuzzeichen:
+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. 
Anfangsgebet: 
Allmächtiger, ewiger Gott, am heutigen Tag hast du durch deinen Sohn den Tod besiegt und uns den Zugang zum ewigen Leben erschlossen. Darum begehen wir in Freude mit allen Christen verbunden das Fest seiner Auferstehung. Schaffe uns neu durch deinen Geist, damit auch wir auferstehen und im Licht des Lebens wandeln. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.Halleluja. 

Lied KG 439 Christus ist erstanden 
Christus ist erstanden 
o tönt, ihr Jubellieder, tönt 
Der Herr, er lebt, der uns versöhnt, 
verherrlicht ist das Osterlamm, 
das von der Welt die Sünde nahm. Halleluja, Halleluja.

Christus ist erstanden 
o tönt, ihr Jubellieder, tönt 
Es rang in wunderbarem Streit 
das Leben mit der Sterblichkeit; 
es lebet, der gestorben ist, 
er Fürst des Lebens, Jesus Christ. 
Halleluja, Halleluja.

 Lesung aus dem Johannesevangelium (Joh 20, 1-9):
 Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste.

 Fürbitten: 
Gütiger Gott, in der Auferstehung schenkst Du uns das ewige Leben. Wir bitten Dich: 
o Halte Deine schützende Hand über die von der Pandemie gebeutelte Welt. – Wir bitten Dich erhöre uns. o Bestärke auch jetzt inmitten der Krise die Kirche Deine Botschaft zu verkündigen. – Wir… 
o Stärke alle, die sich in dieser Zeit für Kranke und Notleidende einsetzen. – Wir… 
o Nimm alle Verstorbenen voller Liebe in Deine ewige Herrlichkeit auf. – Wir… 
o Hier kann man noch weitere persönliche Bitten formulieren. 
Wir wissen, Gott, dass Du uns erhörst und danken Dir für Deinen Beistand. Amen. 

Vater unser im Himmel… 

KG 439 
Christus ist erstanden 
O Magdalena, künd uns an, 
was staunend deine Augen sahn.
 "Ich sah das Grab vom Tod befreit 
und des Erstandenen Herrlichkeit." 
Halleluja, Halleluja. 

Christus ist erstanden 
Wir wissen, dass der Herr erstand 
und Tod und Hölle überwand. 
O Sieger, König, sende du 
uns allen dein Erbarmen zu. 
Halleluja, Halleluja. 

Schlussgebet und Gottes Segen: 
Herrlicher Gott. Wir sind in diesen Tagen mit Deinem Sohn nach Jerusalem gezogen, haben mit ihm das letzte Abendmahl gefeiert, standen unter seinem Kreuz und verkünden nun seine Auferstehung. Wir danken Dir, dass Du uns begleitest auf unserem Weg und wir bitten Dich: Lass die österliche Freude in unserem Herzen immer weiter wachsen und lass uns diese Freude in die Welt hinaustragen. Schütze und segne uns + im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Halleluja. 

Regina coeli laetare, alleluja: 
Quia quem meruisti portare, alleluja: 
Resurrexit, sicut dixit, alleluja: 
Ora pro nobis Deum, alleluja. 

O Himmelskönigin, frohlocke, Halleluja. 
Denn er, den Du zu tragen würdig warst, Halleluja, 
ist erstanden, wie er sagte, Halleluja. 
Bitt Gott für uns, Maria. Halleluja!