Lourdespilgerverein Berner Oberland

Es gibt nichts Gutes- ausser man tut es!

Treffen in Gstaad 2020

Am 11. Februar stand das Treffen in Gstaad an. Doch auf Grund des Orkans «Sabine», der am Montag und Dienstag übers ganz Land fegte und teilweise schwere Schäden hinterliess, wurde uns in Gstaad mitgeteilt, dass das Treffen abgesagt wird. Da es aber im Pfarreiblatt ausgeschrieben war, waren wir der Meinung, dem Sturm zu trotzen mit Rosenkranz und der Feier der Heiligen Messe. Zusammen mit Theo, Heidi, Markus aus Zollikofen und eine italienische Hotelangestellte in Gstaad betrachteten wir die freudenreichen Geheimnisse und feierten die Messe auf Italienisch und deutsch. Ein absolutes Novum dabei war, dass während des Gottesdienstes in der Sakristei Heidis Suppe dampfte, die sie nach eigenem Ermassen für allfällige Anwesende vorbereitet hatte. Nach der Messe gingen wir ins Pfarrhaus, wo wir mit unseren beiden Gästen aus Zollikofen und Sardinen ein geselliges Miteinander mit Heidis wunderbarer Gemüsesuppe mit Siedfleisch hatten. Die italienische Frau erzählte uns dabei, dass sie eigentlich «nur» kurz in die Kirche gekommen sei, um für eine erhaltene Gnade ein Kerze anzuzünden. Dass sie dann noch mit uns den Rosenkranz und die Messe mitfeiern durfte, war für sie ein grosses Geschenk. Sie erzählte uns, dass ihre Nichte in Italien schwer erkrankt war. Die Ärzte ihr nur noch zwei Prozent Überlebenschancen gaben. Die Nichte dann in ein 12tägiges Koma gefallen sei und erst vorgestern daraus erwacht ist. Schwach aber bei Verstand hätte sie vor der Familie und den anwesenden Ärzten gesagt, sie hätte keine Ahnung was in den vergangenen Tage geschehen sei, aber an eines könne sie sich erinnern, die Mutter Gottes von Lourdes habe ihr im Koma gesagt, sie solle Vertrauen, es komme alles gut. Aus diesem Grund sei sie eben heute am Gedenktag «unserer lieben Frau von Lourdes» zur Kirche gekommen, um für diese erhaltene Gnade zu danken: Was für ein Zeugnis! Alexander Pasalidi, Pfarrer