Lourdespilgerverein Berner Oberland

Es gibt nichts Gutes- ausser man tut es!

Gstaad, 19. März 2020 
Liebe Pfarreiangehörige Sie sind vielleicht etwas überrascht, einen Brief von mir nun in den Händen zu halten? Doch, da wir uns aufgrund der Coronakrise vermutlich längere Zeit nicht sehen werden, dachte ich daran, mich als Seelsorger per Post an Sie zu wenden. Die ausserordentliche Lage bewegt auch zu aussergewöhnlichen Zeichen. Unglaublich was die ganze Welt aktuell erlebt bzw. durchleidet: wo auch Hightech Länder - wie auch die Schweiz - an ihre Grenze kommen, besonders im Gesundheitswesen. Wer hätte jemals daran gedacht, dass es einmal an wichtigen Sachen fehlen würde (Beispiel: kein Land hat genügend Beatmungsgeräte in den Spitälern, die jetzt so sehr von den Erkrankten – besonders aber für die Risikogruppepatienten auf den Intensivstationen so sehr von Nöten wären). In der ganzen Schweiz gehen Experten davon aus, dass es etwa 2000 – 2500 Stück davon hat. Viel zu wenige angesichts der vermutlich steigenden Risikogruppenerkrankungen mit schwerem Verlauf, die so sehr darauf angewiesen sind. Doch diese Geräte sind nicht einfach lieferbar! Was also können wir tun, dass die angespannte Lage im Gesundheitswesen nicht noch schwieriger wird? Zuerst einmal das alles Entscheidende, die Hygienemassnahmen des Bundes und das Distanzhalten befolgen. Sie sind in der Tat entscheidend in der Eindämmung der Verbreitung des Virus. Des Weiteren können wir als Glaubensgemeinschaft kleine Zeichen der Solidarität setzen. Seit Tagen sehen wir berührende Bilder von trotz verordneter staatlicher Quarantäne auf ihren Balkonen singende Italiener und erleben so trotz Distanzhalten: wer gemeinsam singt, ist weniger allein! Oder musizierende Kinder und Erwachsene ebenfalls auf ihren Balkonen in vielen Ländern der Erde. Auch hier die Botschaft: Musik verbindet trotz Trennung. Oder die den Gesundheitskräften gemeinsam applaudierenden Menschen: ein starkes Zeichen des gemeinsamen Dankeschöns für die in diesen Zeiten sehr geforderten Mitmenschen in Pflege- und Alterseinrichtungen und Spitälern. Kleine Zeichen aber mit berührender Wirkung! Was können wir als Pfarrei tun: zuallererst sind unsere Kirchen weiterhin fürs persönliche Gebet offen. Gerne lade ich ein, an einer Gebetsinitiatve teilzunehmen: ich habe ein Blatt dazu vorbereit, welches Sie ebenfalls in diesem Umschlag finden, mit dem täglichen 9.30 Uhr Gebet (das man daheim beten kann: wer zu dieser Zeit verhindert ist, kann es natürlich auch zu einer anderen Zeit beten). Weiter ermutige ich das ökumenische landesweite Zeichen mitzutragen, das dazu einlädt: bis zum Hohen Donnerstag an jedem Donnerstagabend um 20 Uhr Kerzen auf den Fenstersimsen als Zeichen der Verbundenheit und der Hoffnung zu entzünden. Auch das «nur» kleine Zeichen, die uns aber daran erinnern, wir können etwas Positives tun. Auch wenn wir räumlich voneinander getrennt sind, sind wir Dank solchen kleinen Zeichen einander innerlich sehr nah und verbunden: Danke! Am nächsten Sonntag – dem sogenannten «Laetare-Sonntag» (Freut EuchSonntag) – hätte ich im Gottesdienst inmitten der Krise von der FROHBOTSCHAFT gepredigt, die darin ja besteht, dass wir diese Krise meistern können. Wie? Indem wir, gemeinsam die Anordnungen des Bundes befolgen und nun, auch wenn wir uns nicht treffen können, sehr nahe sind, indem wir - trotz Distanzverordnung - Nächstenliebe leben. Nächstenliebe beginnt da, wo wir aufeinander Rücksichtnehmen, Verzicht üben und Verantwortung füreinander und für sich selbst übernehmen. Ich denke an Sie und bete für Sie. Danke, dass auch Sie mich in Ihr Gebet miteinschliessen. In diesem Sinne: kommen Sie hoffentlich alle – auch auf die Fürsprache des Heiligen Josefs, unseren Pfarrpatrons, dessen Fest wir heute feiern - unbeschadet durch diese Krise. Bhüet Sie alle Gott! Ihr Pfarrer Alexander Pasalidi
Weitere Briefe von unseren Präses Pfarrer Alexander Pasalidi befinden sie unter der Rübrik "Berichte LPV "!

Zweck des Vereins ist die Verehrung der Gottesmutter, die Förderung der Lourdeswallfahrt für Gesunde und Kranke, sowie die Mithilfe zu Betreuung und Finanzielle Hilfeleistung für bedürftige Kranke und Gebrechliche. Eine Aufgabe, die auch in der heutigen Zeit noch für viele Mitmenschen einem echten Bedürfnis entspricht. Helfen Sie bitte zur Verwirklichung dieser idealen Zielsetzung mit. Mit dem Beitritt zum Lourdes-Pilgerverein Berner Oberland und der Entrichtung eines bescheidenen Jahresbeitrages ist es möglich, dieses Werk der tätigen Liebe zum Mitmenschen zu unterstützen. Auch Spenden werden dankbar entgegengenommen. 

Unser Postkonto: 80-680272-4  / Lourdes-Pilgerverein Berner Oberland